Presse

PRESSEINFORMATION, 5.10.2016

Zukunft der Mühlkreisbahn scheint gesichert
Ergebnis der Systemstudie wird begrüßt


Mit Gründung der Plattform Zugkunft Mühlkreisbahn am 8. April 2010 wurden Anforderungen und Grundsätze an eine moderne Mühlkreisbahn formuliert. Nun, mehr als sechs Jahre später, wurde seitens des Verkehrsreferenten eine Systementscheidung präsentiert. Die heute vorgestellte Lösung, mit Beibehaltung der Normalspur und Anbindung an den Linzer Hauptbahnhof, sehen wir als Schritt in die richtige Richtung!

„Ich freue mich, dass Landesrat Steinkellner Wort gehalten und sich für die Mühlkreisbahn eingesetzt hat. Nach jahrelangem Hin und Her hat nun mit diesem klar durchdachten und bei entsprechendem Willen aller Beteiligten gut umsetzbaren Konzept die Vernunft gesiegt. Das klare Bekenntnis zu einer modernisierten und normalspurigen Mühlkreisbahn wird im Oberen Mühlviertel mit Erleichterung aufgenommen“, freut sich der Sprecher der Plattform Zugkunft Mühlkreisbahn, Alois Hain.


Sofortmaßnahmen setzen


Mit der Systementscheidung wurde letztlich den krausen Schmalspur-Ideen früherer Verkehrs-referenten eine klare Absage erteilt. Schade, dass dadurch jahrelang keinerlei Verbesserungen an der Strecke vorgenommen werden konnten. Ein Riesenfehler! Nunmehr gilt es rasch an der Umsetzung des Projektes zu arbeiten. Höchste Priorität hat die Beseitigung der immer noch bestehenden Langsamfahrstellen und die Identifizierung zusätzlicher Maßnahmen, die eine Verkürzung der Reisezeit bewirken. Das wären dringende Maßnahmen, die bereits als Vorleistung gemacht werden könnten, auch wenn die innerstädtische Verlängerung zum Linzer Hauptbahnhof erst später folgt. „Auch der Fahrplan bedarf einer dringenden Verbesserung. Vor allem die 4-Stundenlöcher am späten Vormittag und frühen Nachmittag müssen ehest geschlossen und der Takt wieder eingerichtet werden“, sagt Robert Mayr vom Verein Fahrgast und ergänzt dazu: „Denn sonst kann die künftige Bedeutung der Schiene nicht glaubhaft vermittelt werden!“


Baldiger Projektstart nötig


Nun darf keine weitere Zeit verloren werden, denn die jahrelangen Diskussionen rund um die Bahnstrecke lassen die Menschen im Oberen Mühlviertel (ver)zweifeln. „Was wir benötigen ist ein Masterplan mit klaren Maßnahmen- und Zeitvorgaben. Und wir wollen weiterhin die Forderung aufrecht erhalten, dass ein von der Region namhaft gemachter Vertreter in der Projektgruppe mitarbeitet“, betont Alois Hain. Die Landesgartenschau 2019 im Stift Schlägl wäre eine schöne Möglichkeit, um bereits die erste 
Etappe der modernisierten Mühlkreisbahn zu präsentieren.
Denn will man der Abwanderung entgegenwirken, muss die modernisierte Mühlkreisbahn bis zum Böhmerwald fahren!




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Presseinformation, 18.09.2015

Mit unserer Pressekonferenz, die wir am Freitag 18.09.2014 abgehalten haben, wollten wir zum wiederholten Male auf die Notwendigkeit des Ausbaus und der Modernisierung der Mühlkreisbahn als vollwertige Eisenbahn bis zum Endpunkt Aigen-Schlägl hinweisen und haben dies in einem 12-Punkte-Forderungskatalog dargelegt.

In Abwandlung eines Pressezitats, das knapp vor der letzten Landtagswahl im Jahr 2009 ausgesprochen wurde, sagen wir nun: „Es ist 16 Jahre nichts in Sachen Mühlkreisbahn weitergegangen!“

Unsere Plattform versteht sich als Sprachrohr jener Menschen, die eine moderne Mühlkreisbahn verlangen: mehr als 11.000 Unterschriften und rd. 80.000 Aufrufe auf unserem Blog gehen konform mit unseren Forderungen. Wir sind der Ansicht, dass man über diese Meinungen nicht einfach drüberfahren oder sie ignorieren kann.

Es geht um die Zukunft unseres Bezirks, um die Lebensqualität der Menschen, um die Umwelt und um Perspektiven für die nächsten Generationen. Es geht aber auch um eine notwendige Maßnahme, um die Abwanderung zu stoppen, die Regionalität zu fördern und den Tourismus in der gesamten Böhmerwaldregion zu fördern und zu vernetzen.

Wir erwarten, dass die Modernisierung und Angebotsverbesserung der Mühlkreisbahn und deren Zusammenschluss mit einem Linzer S-Bahnsystem als eine der vordringlichen Aufgaben der nächsten Regierung gesehen wird.

links:

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Einladung zur Pressekonferenz, 31.08.2015


Mühlkreisbahn – was wir von der neuen Landesregierung erwarten


Termin: Freitag, 18. September 2015, 10.00 Uhr
Ort: OÖ. Presseclub, Saal B, Linz, Landstraße 31


Während alle Verantwortlichen – speziell vor anstehenden Wahlen – beteuern, dass die Mühlkreisbahn von allen Regionalbahnen Oberösterreichs absolute Priorität genießt, werden sämtliche Modernisierungsmaßnahmen seit Jahren bewusst verschleppt, Wahlversprechen gebrochen und Landesregierungsbeschlüsse nicht umgesetzt. Anstatt den ländlichen Raum zu stärken und wie im Zentralraum die Bahn auszubauen gibt es seit 6 Jahren nur Verschlechterungen (Enttaktung, 4-Stunden-Loch mittags, Langsamfahrstellen, verschlissene Garnituren). Diese für Pendler, Schüler und Touristen unerträgliche Misere, die zu Lasten des Einzelnen und der ganzen Region geht, muss in absehbarer Zeit ein Ende haben.  


Gesprächspartner:
KR Mag. Martin Felhofer, Abt des Stiftes Schlägl
Reinhold List, Geschäftsführer des Tourismusverbandes Böhmerwald
DI Robert Struger, ehem. Regionalmanager der ÖBB Personenverkehr und Verkehrsexperte
Dipl.-Päd. Helmut Eder, Plattform ZUGKUNFT Mühlkreisbahn


Wir freuen uns auf Ihr Kommen und bitten um Anmeldung unter zugkunft@A1.net !




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PRESSEAUSSENDUNG, 07.07.2015


JA! Dreiländernetz!

2. Tag der Dreiländer-Personenverkehrsvernetzung

Die Bevölkerung der Böhmerwaldregion braucht einen grenz­überschreitenden öffentlichen Verkehr!



Mehr als 25 Jahre nach dem Fall des Eisernen Vorhangs sind grenz­überschreitende öffentliche Personenver­kehrsverbindungen noch immer Mangel­ware. Zwischen Waldkirchen und dem österreichischen Aigen-Schlägl existiert beispielsweise keine öffentliche Verkehrslinie. Und auch hinüber nach Süd­böhmen, nach Nové Údolí (Neuthal), verkehren mit Ausnahme der Ilztalbahn-An­schluss­bus­se keine Verbindungen im Linienverkehr – in Haidmühle ist Schluss,­ 1,6 Kilometer Verbindung fehlen.

Surreale Zustände zwischen Ostbayern, Oberösterreich und Südböhmen

Es ist grotesk, dass für Bahn- und Busreisende die früheren Staatsgrenzen auch im vereinten Europa heute noch eine große Hürde darstellen. Aus diesem Grund veranstaltet die Ilztalbahn GmbH in Zusammenarbeit mit der oberöster­reichischen sunnseitn Kulturentwicklung, der Plattform ZUGKUNFT Mühl­kreis­bahn und böhmischen Aktiven einen Tag im Zeichen des grenzüberschreitenden öffentlichen Verkehrs – den zum zweiten Mal stattfindenden „Samstag der Dreiländer-Verkehrsvernetzung“, 18. Juli 2015.

Orte: Waldkirchen, Nové Údolí und Haidmühle



Programm/Zeitablauf:



12:00 Uhr Zentraler Treffpunkt ITB-Bahnhof Waldkirchen

Möglichkeiten Abfahrt Richtung Haidmühle:
-        - 14:10 Uhr RBO-Bus 6122 ab Busbahnhof Waldkirchen (bzw. um 14:11 Uhr ab Haltestelle Abzw. Bahnhof) bis Haidmühle Scherz, Ankunft um 14:44 Uhr

-        - 14:25 Uhr RBO-Bus 6177 ab ITB-Bahnhof Waldkirchen, bis Haidmühle Scherz, Ankunft um 14:54 Uhr

„Lückenschluss“-Wanderung mit Überraschungseffekt von Haidmühle-Ort nach Nové Údolí (ca. 1,6 km)

Proklamation auf der Grenzbrücke
Ziehharmonika-Musikanten aus Oberösterreich, Ostbayern und Böhmen

Lesung  von und mit Erich Klinger/Freies Radio Oberösterreich

Gemeinsame Dampfzugfahrt von Nové Údolí  (ab  16:00 Uhr)  bis nach Horni Plana; Rückkehr in Nové Údolí um 18:41 Uhr.

Mühlkreisbahn ist wesentlicher Bestandteil der Mobilität in der Europaregion

Neben der Bewältigung des täglichen Pendler- und Schülerverkehrs bildet der touristische Verkehr ein bedeutendes und zukunftsorientiertes Standbein der Mühlkreisbahn. Der Ausbau und die Vernetzung der Bahn- und Buslinien in der Böhmerwaldregion tragen somit maßgeblich zur wirtschaftlichen und touristischen Entwicklung bei.

„Es kann nicht sein, dass die Modernisierung der Mühlkreisbahn wiederum auf die lange Bank geschoben wird. Politik trägt Verantwortung und hat entsprechende Konzepte für den öffentlichen Verkehr zu entwickeln. Mit einem Rückbau und Kappung der Mühlkreisbahn ist niemandem gedient“, bringt es der Verkehrsexperte DI Robert Struger auf den Punkt.
Wir fordern daher die sofortige Modernisierung und Beschleunigung der Bahnlinie und die trilaterale Zusammenarbeit der betroffenen Regionen zur Erstellung eines zukunftsfähigen vernetzten Verkehrssystems.

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PRESSEAUSSENDUNG, 21.10.2014

Eine starke Region braucht eine moderne Regionalbahn

Plattform ZUGKUNFT Mühlkreisbahn begrüßt Gemeindefusionen


Mit dem starken Votum für die Gemeindefusionen von Aigen-Schlägl und Rohrbach-Berg haben die Bürgerinnen und Bürger der betroffenen Gemeinden die Weichen eindeutig Richtung Zukunft gestellt. 

Die Plattform ZUGKUNFT Mühlkreisbahn begrüßt diese Entscheidung eindeutig und sieht darin jedenfalls ein großes Entwicklungspotenzial in wirtschaftlicher und touristischer Hinsicht, das auf den gesamten Bezirk ausstrahlen wird. Alleine diese beiden Zentren weisen eine Bevölkerungszahl von 8.200 Einwohnern aus.

Sanierung der Mühlkreisbahn umgehend einleiten

Es ist daher geradezu unverständlich, dass dem Ausbau des Öffentlichen Verkehrs seitens der Politik nach wie vor keinerlei Stellenwert eingeräumt wird.

„Die Mühlkreisbahn bildet die zentrale Erschließungsachse des Bezirks, an der auch die beiden Großgemeinden Aigen-Schlägl und Rohrbach-Berg liegen. Wir fordern darum, dass umgehend mit der Sanierung und Modernisierung der Bahn begonnen wird und die Bevölkerung nicht weiter mit der unsinnigen Regio-Tram-Variante, die niemals das Herz des Bezirks erreichen wird, an der Nase herumgeführt wird,“ verlangt Alois Hain, Sprecher der Plattform ZUGKUNFT Mühlkreisbahn. „Die Regio-Tram ist aufgrund völlig falscher Vorgaben schon heute ein historischer Irrtum. Man lernt besser heute als morgen daraus.“ Er verweist zum wiederholten Mal auf die mehr als 11.000 Unterschriften aus der Region und zahlreiche Resolutionen der Gemeinden, die allesamt die umgehende Sanierung der normalspurigen Bahn fordern.

Kostengünstig und effektiv

Es kann nicht sein, dass die Bezirkshauptstadt Rohrbach-Berg und das touristische Zentrum Aigen-Schlägl vom Bahnanschluss abgeschnitten werden oder nur mühsam durch Umstieg mit Autobussen erreicht werden. Die weitaus kostengünstigste und effektivste Variante ist die Ertüchtigung der bestehenden Bahnlinie!
Wir verlangen in der Verkehrspolitik jenen Weitblick, den man vor 125 Jahren beim Bau der Mühlkreisbahn bewiesen hat. Denn damals wurden bereits die Bahnhöfe mit Rohrbach-Berg und Aigen-Schlägl bezeichnet. 

Mühlkreisbahn für Europaregion Donau Moldau unverzichtbar

Ein Blick über die Grenze zeigt, dass die tschechischen Bahnen CD alle Strecken, die in den Böhmerwald führen, mit modernem Standard ausbauen und auch auf Bayrischer Seite steht mit der Wiedereröffnung der Ilztalbahn seit kurzem ein weiterer Schienenverkehrsweg zur Verfügung.

Durch attraktive Verknüpfungen mit touristischen Anziehungspunkten werden ÖV-Angebot und sanfte Erschließung des Böhmerwaldes forciert und die Bahn als attraktive Alternative zur Straße für die Zukunft gesichert. Für eine effektive Verkehrsinfrastruktur der im Entstehen begriffenen Europaregion Donau-Moldau ist die Mühlkreisbahn daher maßgeblich.
Eine starke Regionalbahn fördert die Bevölkerung mit ihren zahlreichen Pendlern, Wirtschaft und Tourismus in der Region gleichermaßen und wirkt der Abwanderung entgegen.



Die Plattform ZUGKUNFT Mühlkreisbahn ist ein Zusammenschluss von 14 Vereinen, Initiativen und Interessenvertretungen und agiert unabhängig und ehrenamtlich. Die Ziele der Plattform sind auf dem dafür eingerichteten Blogspot http://muehlkreisbahn.blogspot.co.at/  verankert. Der Blog verfügt aktuell über 340 Einträge  und 61.247 Aufrufe.

Plattform ZUGKUNFT Mühlkreisbahn
Netzwerk von Christen zur Unterstützung der GMPI; ZUGKUNFT Mühlkreisbahn; Verein FAHRGAST; KLIMASCHUTZ-Initiative; sunnseitn Kulturentwicklung; Österreichische Naturschutzjugend; Österreichischer Naturschutzbund; Naturschutzbund Mühlviertel West; Alpenverein Landesgruppe OÖ; Energiezukunft Mühlviertel; Interessengemeinschaft Böhmerwald; önj Landesgruppe Oberösterreich; önj Haslach; Grünes Herz Europas – Nationalparkregion Donau-Moldau.

Kontakt: Alois Hain, mobil 0664 73 63 68 68, hain@hainAG.com
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PRESSEAUSSENDUNG, 13.05.2014


Plattform ZUGKUNFT Mühlkreisbahn

S-Bahnkonzept ignoriert Oberes Mühlviertel
SPÖ-Vorschlag schneidet Böhmerwald-Region von der Schiene ab

Grundsätzlich begrüßt die Plattform Zugkunft Mühlkreisbahn, dass jetzt Bewegung in die Gestaltung eines zukunftsfähigen ÖV-Angebotes für Oberösterreich kommt: einerseits gibt es ein klares Bekenntnis zum Erhalt aller Regionalbahnen und andererseits soll ein S-Bahn-System für den Zentralraum Linz den Umstieg vom PKW auf den umweltfreundlichen ÖV erleichtern.
Dass dabei aber die Mühlkreisbahn auf der Strecke bleiben soll – zumindest sieht das das SPÖ-Konzept vor –  widerspricht dem Willen der Menschen im Bezirk Rohrbach und stellt wiederum eine der wichtigsten Regionalbahnen im Bundesland in Frage.

Endlich Bekenntnis zur Mühlkreisbahn in der gesamten Länge gefordert

Dass jetzt wiederum das ungeliebte RegioTram-Projekt auf den Tisch kommt, grenzt an Ignoranz und politischen Unwillen. Das SP-Konzept sieht nämlich eine Straßenbahn bis Rottenegg und eine als RegioTram getarnte Straßenbahn bis Kleinzell vor.

„Abgesehen davon, dass der Parkplatz in Kleinzell keine Destination ist, die Menschen in großen Massen anziehen wird, ist eine Mitnahme von Fahrrädern oder größeren Gepäckstücken überhaupt nicht möglich und vorgesehen. Anstatt die bestehende Mühlkreisbahn als attraktive Bahn in ein übergeordnetes S-Bahnnetz zu integrieren, schneidet man einen vom Auspendeln stark geprägten Bezirk einfach von der leistungsfähigen Schiene ab“, bringt es der Sprecher der Plattform Zugkunft Mühlkreisbahn Alois Hain auf den Punkt und ergänzt: „War vor wenigen Jahren noch die Rede davon die RegioTram bis Rohrbach zu führen, ist jetzt nur mehr Kleinzell als Endpunkt vorgesehen. Damit könnten all jene Recht behalten, die davon ausgehen, dass ohnehin nur bis Rottenegg oder Ottensheim gefahren wird.“

Strecke halbiert – dreifache Kosten

Wesentlich weitblickender ist da schon das von der FPÖ ebenfalls am vergangenen Freitag präsentierte Grundkonzept einer Linzer S-Bahn. Hier wurde der Stellenwert der Mühlkreisbahn richtig erkannt und auch entsprechend berücksichtigt.
Überdies kann eine Sanierung der bestehenden Bahnlinie in der gesamten Länge und in leistungsfähiger Normalspur mit rd. einem Drittel der Kosten bewältigt werden, die eine Umspurung auf RegioTram-Standard maximal bis Kleinzell, was der halben Strecke gleichkommt, kosten würde.

Touristische Entwicklung im Mühlviertel berücksichtigen

Auch der Tourismus will neue Wege gehen. Die jüngst präsentierte Marke „Mühlviertel“, die den gesamten Tourismus nördlich der Donau beleben soll, wird auf einer guten Erreichbarkeit mit Öffentlichen Verkehrsmitteln aufbauen müssen. Gerade für die 3-Länderregion Mühlviertel – Bayrischer Wald – Südböhmen, rund um das Kerngebiet Böhmerwald, eignet sich die Mühlkreisbahn in hervorragender Weise für sanfte Erschließung.

Bürgermeister haben Visionen für die Zukunft ihres Bezirkes

Die Gemeinden Aigen i. M. und Öpping haben kürzlich einstimmig die Resolution für die Modernisierung der bestehenden Bahn auf Normalspur beschlossen. „Wir erwarten von der Politik, dass Visionen für die Zukunft entwickelt werden und endlich alles unternommen wird, was zur Attraktivität und Belebung der Mühlkreisbahn beiträgt. Das was jetzt gebaut wird, dient den nächsten zwei bis drei Generationen. Es muss endlich erkannt werden, welche Chancen und Möglichkeiten die Mühlkreisbahn für unseren Bezirk eröffnet. Eine moderne Bahn mit akzeptabler Fahrzeit und mit Anschluss an den Hauptbahnhof einerseits und Busverbindungen nach Haidmühle  und Wegscheid andererseits würde unsere Region sehr aufwerten“, sagt Öppings Bürgermeister Wilhelm Peinbauer.

Diese Haltung untermauern auch eindrucksvoll mehr als 11.000 Unterschriften aus der Bevölkerung und die bisher verabschiedeten Gemeinde-Resolutionen für die Sanierung und den Ausbau der bestehenden Mühlkreisbahn. „Die Mühlkreisbahn muss bis Aigen-Schlägl fahren“, bestätigt Dr. Herbert Kern, Bürgermeister von Aigen.

RegioTram historischer Irrtum

Die RegioTram als die „leistungsfähigste und bestmögliche Planungsvariante, um Taktfrequenz, Beförderungsgeschwindigkeit und Fahrgastkomfort zu garantieren“ (Zit. Presseinformation LH-Stv. R. Entholzer, 9. Mai 2014), zu bezeichnen, ignoriert den Willen der Bevölkerung und die Appelle zahlreicher Meinungsbildner der Region. Vor diesem Hintergrund ist das  Beharren auf einer vorgeblichen Lösung, die erstens nicht optimal, zweitens zu teuer und drittens eindeutig zu spät kommt, nicht zu vertreten und ein volkswirtschaftlicher Unsinn.

Die „Plattform Zugkunft Mühlkreisbahn“ ist ein Zusammenschluss von 14 Vereinen, Initiativen und Interessenvertretungen und agiert unabhängig und ehrenamtlich. Die Ziele der Plattform sind auf dem dafür eingerichteten Blogspot http://muehlkreisbahn.blogspot.co.at/  verankert. Der Blog verfügt aktuell über 336 Einträge  und 53.475 Aufrufe.

In Kürze finden Sie ZUGKUNFT Mühlkreisbahn auch auf Facebook.

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PRESSEAUSSENDUNG, 28.03.2014

Plattform ZUGKUNFT Mühlkreisbahn

Mühlkreisbahn für Tourismusregion Böhmerwald unverzichtbar

Die Mühlkreisbahn nördlich von Rottenegg spielt eine bedeutende Rolle für die Pendler als auchfür den Tourismus im Bezirk Rohrbach und am Böhmerwald, weshalb der Tourismusverband, demauch 16 Gemeinden angehören, das Thema auf die Tagesordnung der diesjährigenHauptversammlung am 24. März gesetzt hat. Plattform ZUGKUNFT Mühlkreisbahn war eingeladen, über die Ist-Situation sowie ihre Bestrebungen und Ziele zu informieren.

Tourismusverband Böhmerwald bekennt sich zur Mühlkreisbahn

„Wir wünschen uns eine starke Mühlkreisbahn, die unsere Gäste ohne viele Umstände an ihrenUrlaubsort in unserer Region bringt. Sie soll eine Attraktion sein und ihnen hier bei ihrem Aufenthaltermöglichen, die verschiedensten Angebote, auch in Kultur und Gastronomie, wahrzunehmen. DerTourismusverband Böhmerwald bekennt sich deshalb zur Mühlkreisbahn bis Aigen-Schlägl“, so dieConclusio von Vorsitzendem Peter Gruber bei der Hauptversammlung des TourismusverbandesBöhmerwald.

Einige touristische Angebote gibt es ja bereits jetzt, wie das Donau-Moldau-Ticket in Kooperation mitÖBB und CD, Wanderbus und in Kürze einen Radbus von Aigen nach Haidmühle. An einer Ausweitungdes Angebots zum Beispiel im Rahmen des Leader-Projektes Mountain-Bike-Destination wird intensivgearbeitet. Auch dabei soll die Mühlkreisbahn eine wesentliche Rolle spielen.Ebenso ist die Anbindung des Hochficht an die Mühlkreisbahn ein großes Zukunftsthema, wie GeraldPaschinger, Geschäftsführer der Hochficht Bergbahnen ins Treffen führt.

„Die Mühlkreisbahn hat Zukunft und ist ein Muss. Der Gast in den nächsten Jahrzehnten wird einurbaner Gast sein, ohne eigenen PKW, der öffentlich anreisen und am Urlaubsort ein ebenso gutesAngebot im ÖV vorfinden möchte“, bringt es Peter Gruber auf den Punkt.

Keine weiteren Planungen ohne die Region

Alois Hain, Sprecher der Plattform, betonte, dass es keine weiteren Planungen für eineleistungsschwache Schmalspurlösung geben dürfe. Sie habe allein den Zentralraum im Fokus undwürde die Region massiv benachteiligen, indem die Tourismusregion Böhmerwald von der Bahnabgeschnitten wird. Überdies sei dann die Mitnahme von Fahrrädern, Sportgeräten und größerenGepäckstücken, wie sie für die Anreise in den Urlaub notwendig sind, unmöglich.

Der raschen Sanierung, damit die Bahn in kurzer Zeit auch wieder für einige Tausend Pendlerattraktiv ist, müssen sofort Planungen einschließlich eines verbindlichen Zeitplanes für eineumfassende Modernisierung der gesamten Strecke bis zum Endbahnhof Aigen-Schlägl folgen.Die ÖBB hat dabei ihren Verpflichtungen aus dem Verkehrsdienstevertrag v.a. auch bei derFinanzierung von Maßnahmen zur Erhaltung der Qualität nachzukommen und das LandOberösterreich darf nicht länger über die berechtigten Forderungen des Bezirks drüberfahren!Dazu gehört mittelfristig auch die längst fällige optimale Verknüpfung mit dem Hauptbahnhof mitEinbindung in ein Linzer S-Bahnnetz, wie von den Touristikern mehrmals gefordert.

Tourismusregion im Herzen Europas

Ein Blick über die Grenze zeigt, dass die tschechischen Bahnen CD alle Strecken, die in denBöhmerwald führen, mit modernem Standard ausbauen und in der touristischen Saisondurchgehende Züge von Budweis bzw. Prag bis ins Herz des Böhmerwaldes führen.

Auf Bayrischer Seite steht mit der Wiedereröffnung der Iltztalbahn seit kurzem einwiedergewonnener weiterer Schienenverkehrsweg zur Verfügung. Durch attraktive,grenzüberschreitende Verknüpfungen mit touristischen Anziehungspunkten, Rad- undWanderwegen wird somit bewusst die sanfte Erschließung des Böhmerwaldes forciert unddie Bahn als wesentlicher und unverzichtbarer Bestandteil der gesamten Region für dieweitere Zukunft gesichert. Die im Entstehen begriffene Europaregion Donau-Moldaubraucht eine gute Verkehrsinfrastruktur und die Mühlkreisbahn ist darin ein maßgebenderBestandteil. Zudem fördert eine gute öffentliche Verkehrsinfrastruktur die Wirtschaft,Gastronomie und Beherbergungsbetriebe in der Region und wirkt der Abwanderungentgegen.

Reinhold List, Geschäftsführer des Verbandes fasst es so zusammen: „Bei der Mühlkreisbahn geht es um die Zukunft! Die Weichen müssen jetzt für eine lebenswerte und prosperierende Tourismus-Region gestellt werden, aber man muss dabei 2050 im Auge haben. Wir werden auch diezuständigen Verantwortlichen in der Landespolitik mit unseren diesbezüglichen Projektenkonfrontieren.“


Die „Plattform Zugkunft Mühlkreisbahn“ ist ein Zusammenschluss von 14 Vereinen, Initiativen undInteressenvertretungen und agiert unabhängig und ehrenamtlich. Die Ziele der Plattform sind auf dem dafüreingerichteten Blogspot http://muehlkreisbahn.blogspot.co.at/ verankert. Der Blog verfügt aktuell über 332Einträge und 51.114 Aufrufe.

In Kürze finden Sie ZUGKUNFT Mühlkreisbahn auch auf Facebook.

Plattform Zugkunft MühlkreisbahnNetzwerk von Christen zur Unterstützung der GMPI; ZUGKUNFT Mühlkreisbahn; Verein FAHRGAST;KLIMASCHUTZ-Initiative; sunnseitn Kulturentwicklung; Österreichische Naturschutzjugend; ÖsterreichischerNaturschutzbund; Naturschutzbund Mühlviertel West; Alpenverein Landesgruppe OÖ; EnergiezukunftMühlviertel; Interessengemeinschaft Böhmerwald; önj Landesgruppe Oberösterreich; önj Haslach; Grünes Herz Europas – Nationalparkregion Donau-Moldau.

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PRESSEAUSSENDUNG, 13.03.2014


Plattform ZUGKUNFT Mühlkreisbahn

Die Mühlkreisbahn: Europamodell 2020

Mühlkreisbahn in Leader 2014-2020 eingebracht

Beim gestrigen Vernetzungstreffen der Gruppe Klima und Energie im Rahmen der LEADER Region Donau Böhmerwald hat die Plattform ZUGKUNFT Mühlkreisbahn das Zukunftskonzept für eine moderne Mühlkreisbahn eingebracht.

Bei den Teilnehmern aus Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft fand der Vorschlag, die Bahnlinie in die aktuelle Agenda aufzunehmen ausgesprochen breite Zustimmung.

Begründung: „Die Mühlkreisbahn stellt die Lebensader des ÖV in der Region dar und ist ein Kulturgut, das wir der nachfolgenden Generation intakt übergeben wollen. Die revitalisierte Mühlkreisbahn kann ihre Funktion als vitaler Part der Klima- und Energie-Modellregion Donau Böhmerwald in hervorragendem Maß wahrnehmen und in Verknüpfung mit verschiedenen Projekten aus Wirtschaft, Kultur und Tourismus ein wichtiger Impulsgeber in der Region sein. Sie kann außerdem dazu beitragen, die Menschen in der Region zu halten und Betriebsansiedlungen zu ermöglichen (Schlagwort: Güterverkehr).“

An die Adresse der Landespolitik wurde die Forderung erhoben, schnellstmöglich alle notwendigen Schritte zu setzen, damit die Mühlkreisbahn im täglichen Berufs- und Pendlerverkehr ihre Rolle erfüllen kann und die Stausituation im Großraum Linz entlastet wird.
Eine Rumpfbahn bestenfalls bis Kleinzell, wie von LR Entholzer geplant, würde die Bemühungen der Klima und Energie Modellregion um wesentliche Fortschritte im ÖV und bei der sanften Mobilität konterkarieren.

Die „Plattform Zugkunft Mühlkreisbahn“ ist ein Zusammenschluss von 14 Vereinen, Initiativen und Interessenvertretungen und agiert unabhängig und ehrenamtlich. Die Ziele der Plattform sind auf dem dafür eingerichteten Blogspot http://muehlkreisbahn.blogspot.co.at/  verankert. Der Blog verfügt aktuell über 332 Einträge  und 50.346 Aufrufe.

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PRESSEAUSSENDUNG, 11.03.2014


Plattform ZUGKUNFT Mühlkreisbahn

Desiro bis 2019 und auch danach!

Gratulation an LR und Lhstv. Reinhold Entholzer


Man muß Landeshauptmannstellvertreter und Verkehrslandesrat Reinhold Entholzer Anerkennung zollen für die so zügig herbeigeführte Verhandlungslösung mit den ÖBB, womit die Desiro-Triebwagen nun bis 2019 auf der Mühlkreisbahn fahren können.

Dadurch und durch die Errichtung einer Servicehalle in Rottenegg wird erstmals seit vielen Jahren der Weg der Verbesserungen beschritten, die sich die Nutzer der Mühlkreisbahn und jene, die es werden wollen, so sehnlichst wünschen. Das Problem Eisenbahnbrücke muß die Diskussion vorerst nicht weiter belasten. Die Bahn verliert auch als Insellösung nichts an Potential.

Freilich, man muß nicht euphorisch werden. Ein äußerst wichtiger Schritt ist gesetzt, weitere wichtige in Richtung Modernisierung müssen in nächster Zeit folgen, soll die Bahn den Stellenwert eines Nahversorgers im Öffentlichen Verkehr im Oberen Mühlviertel erlangen und die Stausituation im Großraum Linz entschärfen.

Es darf daher nicht weiter Zeit und Geld verloren gehen durch unnötige Regiotramplanungen, welche die Tourismus- und Wirtschaftsregion am Böhmerwald vom Schienennetz abschneiden, wenn durch die Modernisierung der bestehenden Bahn mit viel geringeren Mitteln und in kürzester Zeit ein weitaus größerer Effekt für die Region und Linz zu erzielen ist.

Weitere Maßnahmen umgehend setzen

Folgende Maßnahmen können ohne großen finanziellen Aufwand, aber mit sofortiger Verkürzung der Fahrzeit bzw. Steigerung der Betriebsqualität umgesetzt werden:
·         Beseitigung der Langsamfahrstellen
·         Moderner Taktfahrplan (Beseitigung des 4-Stunden-Loches)
·         Kürzung der Fahrzeitreserven auf ein Minimum
·         Adaptieren des Bezirksverkehrskonzeptes Rohrbach mit deutlicher Schwerpunktsetzung Richtung Bahn (Vertaktung mit Bussen und Linz Linien)
·         Technische Sicherung von Eisenbahnübergängen
·         Umgehender Beginn von Planungen für einen Service- und Reinigungsstandort für die Bahnstrecke

·         Sicherung der normalspurigen Gleisverbindung vom Mühlkreisbahnhof in Richtung Stadthafen (auch als Vorsorge für ein künftiges Schnellbahnsystem für den Zentralraum)
·         Das Anforderungsprofil für die Eisenbahnbrücke Neu muss um die Aufnahme der normalspurigen Verbindung über die Donau ergänzt werden

Mühlkreisbahnhof zur Nahverkehrsdrehscheibe Nord ausbauen

Natürlich soll die Mühlkreisbahn langfristig zum Hauptbahnhof geführt werden. Derzeit ist es aber sinnvoller am Mühlkreisbahnhof  eine optimale Umsteigesituation zu schaffen.
Der Mühlkreisbahnhof muss zu einer funktionierenden Nahverkehrsdrehscheibe mit optimaler Heranführung der Straßenbahn an die Mühlkreisbahn, kurzen Umsteigewegen und Verknüpfung mit allen städtischen und überregionalen Buslinien umgebaut werden.

Später kann auch die 2. Straßenbahnachse dort hingeführt werden, sodass die Reisenden mit kurzen Umsteigewegen in alle Richtungen fahren können – eine optimale Situation:
Eine moderne Regiobahn unmittelbar verknüpft mit den wichtigsten innerstädtischen Verkehren von der Land und Stadt profitieren!
Die Menschen werden es danken!

Die „Plattform Zugkunft Mühlkreisbahn“ ist ein Zusammenschluss von 14 Vereinen, Initiativen und Interessenvertretungen und agiert unabhängig und ehrenamtlich. Die Ziele der Plattform sind auf dem dafür eingerichteten Blogspot http://muehlkreisbahn.blogspot.co.at/  verankert. Der Blog verfügt aktuell über 330 Einträge  und 50.255 Aufrufe.


Kontakt: Alois Hain, mobil 0664 73 63 68 68, hain@hainAG.com

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PRESSEAUSSENDUNG, 11.03.2014


Plattform ZUGKUNFT Mühlkreisbahn

Neufelden für RegioBahn

Resolution für Mühlkreisbahn auf Normalspur beschlossen

Ganz im Sinne der Ergebnisse des Mühlkreisbahngipfels der Region im Februar in Haslach hat am vergangenen Donnerstag, 6.3.2014, nach Ottensheim und Hofkirchen nun auch die Marktgemeinde Neufelden die Resolution gegen den geplanten Abzug der Desiro-Triebwagen und für die rasche Sicherung, Ausbau und Attraktivierung der Mühlkreisbahn verabschiedet.

Hervorzuheben ist, daß sich der Gemeindrat von Neufelden als erste Gemeinde einstimmig für den Ausbau der Normalspur ausspricht.

„Es muß dringend und in absehbarer Zeit die Modernisierung der bestehenden Bahn auf Schiene gebracht werden, um die Qualität des Öffentlichen Verkehrs für Pendler und Schüler in der Region anzuheben und das Potential der Bahn im Tourismus zu nützen.  Wichtig sind die Argumente der Pendlerinnen und Pendler, politische Entscheidungen über die Zukunft des ÖV im Großraum Linz dürfen nicht zulasten des Bezirkes Rohrbach gehen “, so Dr. Andreas Jerzö, Tierarzt und Gemeinderat in Neufelden, der die Resolution eingebracht hat.

(Text der Resolution im Anhang)

Die „Plattform Zugkunft Mühlkreisbahn“ ist ein Zusammenschluss von 14 Vereinen, Initiativen und Interessenvertretungen und agiert unabhängig und ehrenamtlich. Die Ziele der Plattform sind auf dem dafür eingerichteten Blogspot http://muehlkreisbahn.blogspot.co.at/  verankert. Der Blog verfügt aktuell über 319 Einträge  und 49.250 Aufrufe.

Kontakt: Alois Hain, mobil 0664 73 63 68 68, hain@hainAG.com
  
Anhang

Resolution
Der Gemeinderat der Marktgemeinde Neufelden im Mühlkreis fordert mit Nachdruck alle Verantwortlichen in der Bundes- und Landesregierung, sowie in der Stadtregierung Linz auf, die Rahmenbedingungen für den Betrieb der Mühlkreisbahn so festzulegen, dass ein Betrieb der Niederflurgarnituren (Desiro) auf der Mühlkreisbahn weiterhin möglich bleibt. Gleichzeitig muss von den ÖBB mit entsprechendem Nachdruck gefordert werden, ihrem vertraglich fixierten Versorgungsauftrag nachzukommen und aus diesem Grund ihre Entscheidung zu revidieren. Bund, Land Oö und Stadt Linz sollen darauf hinwirken, dass im Zuge der Vereinbarung von ÖBB und Linz AG über die Eisenbahnbrücke eine weitere Nutzung für Überstellungsfahrten der Mühlkreisbahn in den Hauptbahnhof Linz möglich bleibt um die PendlerInnen aus dem Mühlviertel gegenüber dem Zentralraum nicht massiv zu benachteiligen.
Allgemein fordert der Gemeinderat der Marktgemeinde Neufelden im Mühlkreis in diesem Zusammenhang die Landesregierung auf, zur Sicherung, Verbesserung und den notwendigen Ausbau des schienengebundenen öffentlichen Verkehrs, gemeinsam mit der zuständigen Bundesministerin, der derzeit beauftragten ÖBB, dem zuständigen Landesrat und der Stadt Linz eine rasche Entscheidung für die Sicherung, den Ausbau und die Attraktivierung der Normalspur sowie die notwendige Brückenlösung – im Zuge der Übernahmeverhandlungen von ÖBB und Linz AG – herbeizuführen.

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GASTKOMMENTAR, 23.02.2014


DI ROBERT STRUGER in: OÖN

Im Jahr 1991 wurde die Vinschgerbahn von den Italienischen Staatsbahnen eingestellt. Der sogenannte „dürre Ast“ in den obersten Winkel Italiens wurde kaum in Anspruch genommen. In der Folge verlotterten die Bahnanlagen, Bäume wuchsen aus den Gleisen, die Bahnhofsgebäude waren desolat - bis zum Jahr 1999, als die Bahn ins Eigentum der Provinz Bozen übergegangen ist. Ab da begann die Erfolgsgeschichte der Bahn, denn man entschied sich für die Wiederinbetriebnahme. Um 120 Mio. Euro wurde die gesamte Infrastruktur ertüchtigt, Bahnhofsgebäude nach historischem Vorbild und mit viel Einfühlungsvermögen renoviert und moderne Triebwagengarnituren angeschafft. Heute befördert die Bahn nahezu 3 Mio. Fahrgäste jährlich und bildet das Rückgrat des öffentlichen Verkehrs in der gesamten Region.
Dieses Beispiel zeigt, was im öffentlichen Verkehr zu erreichen wäre, wenn man nur will und die entscheidenden Schritte setzt.
Und was hat das jetzt mit uns zu tun? Gerade die aktuelle Diskussion um die Mühlkreisbahn zeigt deutlich, mit wie wenig Engagement in Sachen Öffentlicher Verkehr in unserem Bundesland umgegangen wird. Bis 2008 war die Mühlkreisbahn, zumindest bis Rottenegg, im Kernnetz der ÖBB, was durchaus nachvollziehbar war: die steigenden Fahrgastzahlen und der Verkehr im Ballungsraum entsprechen den Strategien der ÖBB.
Der Wahlkampfgag Regioliner im Jahr 2008 brachte jedoch die entscheidende Wende. Die ÖBB-Infrastruktur ließ die Bahn sofort fallen und unterließ ab diesem Zeitpunkt nahezu alle Erhaltungsmaßnahmen. Je mehr Kunden man jetzt vertreiben kann, umso schneller kann man zusperren – so das Credo.
Die ÖVP sah damals ein dankbares Wahlkampfthema und versprach die Mühlkreisbahn zu sanieren und bis zum Hauptbahnhof zu verlängern. Noch in der laufenden Legislaturperiode sollte mit den Arbeiten begonnen werden. Doch Bahnen sind nicht Sache der ÖVP und in trauter großkoalitionärer Einigkeit war die RegioTram geboren. Trotz Widerständen aus der betroffenen Bevölkerung wird das Projekt munter weiter geplant. Mehr als 11.000 Unterschriften vorwiegend aus der Region gesammelt, verlangen die baldige Sanierung und Beschleunigung der bestehenden Bahn. Jene regionalen Politiker, die sich für die rasche Verbesserung eingesetzt haben, wurden inzwischen zurückgepfiffen. Die Menschen im Oberen Mühlviertel glauben nicht mehr, dass irgendwas geschehen wird. Man kann es ihnen nicht verdenken!
Öffentlicher Verkehr ist ein Zukunftsthema und von der Politik wird erwartet endlich Zeichen zu setzen. Der Benzinpreis wird weiter steigen und es wird den Menschen nicht länger zuzumuten sein sich einen Zweitwagen nur für die Fahrt zum Arbeitsplatz zu leisten. Eine qualitativ hochwertige Bahn mit kürzeren Fahrzeiten, park & ride-Anlagen und vernetzten Bussystemen, die die Anschlüsse zu den Ortschaften herstellen, ist unabdingbar: so schaut Verantwortung gegenüber den vielen Pendlern, den künftigen Generationen und der Umwelt aus. Zudem bietet die im Aufbau begriffene Europaregion Donau-Moldau ungeahnte Möglichkeiten die Bahn in der Zukunft als Alternative zum Individualverkehr zu positionieren.

Die Vinschgerbahn ist in vielen Belangen mit der Mühlkreisbahn vergleichbar: Das alles ließe sich – bei gutem Willen - auch in unserem Bundesland umsetzen. Daher der Apell: Jetzt handeln, bevor es zu spät ist!

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PRESSEINFORMATION, 18.02.2014


Plattform ZUGKUNFT Mühlkreisbahn

RegioBahn statt RegioTram

Region muss für ihre Regiobahn aufstehen

„Die Unterstützung der Region für ihre Bahn ist mehr denn je erforderlich! Die Bürgermeister der Bezirke, die Meinungsbildner, Wirtschaft, Tourismus und die Europaregion müssen sich für die Bahn einsetzen. Es geht schließlich um ein wesentliches Zukunftsprojekt für die Region, ihre Bürger und die folgenden Generationen.“ So kann man die Ergebnisse des Mühlkreisbahngipfels vom 11. Februar 2014 zusammenfassen.

Unser Bezirk braucht jetzt rasch eine moderne Bahn


Der Abzug der niederflurigen Desiro-Triebwagen, die daraus resultierende sinkende Beförderungsqualität für die Reisenden und Langsamfahrstellen, die seit Jahren nicht saniert werden: das alles zeigt wie wenig sich das Unternehmen ÖBB trotz aufrechtem Verkehrsdienstevertrag um ihre Kunden bemüht. Es zeugt aber auch davon, dass für die Verantwortlichen im Land eine zukunftsfähige, moderne Schienenverbindung ins Obere Mühlviertel überhaupt keine Priorität hat.
Die aktuelle Situation der Bahn erfordert aber von allen Beteiligten ein umgehendes Handeln.

Abt Martin vom Stift Schlägl, das 2019 die Oö. Landesgartenschau ausrichten wird, hebt hervor:
„Ich denke, es ist notwendig zu betonen, dass sehrwohl Verhandlungen zwischen Linz und Land notwendig sind, aber nicht auf Kosten der ländlichen Regionen. Das scheint mir ganz wichtig zu sein.“

Einhaltung des Verkehrsdienstevertrages einfordern

Der zwischen Land OÖ und den Österreichischen Bundesbahnen abgeschlossene Verkehrsdienstevertrag enthält klare Festlegungen. Die bestellte Verkehrsleistung ist an Qualitäten gebunden und der Einsatz von Desiro-Triebwagen ist definitiv festgelegt. Es kann nicht sein, dass das Land OÖ seinen Zahlungsverpflichtungen als Besteller nachkommt und gleichzeitig die Bahnstrecke dem Verfall preisgegeben wird. Diesem Kundenvertreibungsprogramm muss ein Ende gesetzt werden!
Wir verlangen, dass das Land im Interesse der Pendler die ÖBB-Infrastruktur zu einer Sanierung der Bahnstrecke drängt. Der Verkehrsdienstevertrag ist mindestens bis zum Ablauf des Jahres 2017 zu erfüllen!

Langsamfahrstellen sofort beseitigen

Aktuell bestehen rd. 5 km Langsamfahrstellen, d.h. die vorgesehene Geschwindigkeit darf aufgrund des schadhaften Bauzustandes der Strecke nicht gefahren werden. Es grenzt an eine Verhöhnung der Reisenden, wenn die Streckengeschwindigkeit kilometerlang auf 20 km/h herabgesetzt ist und dies teilweise noch aufgrund der Hochwasserschäden aus dem Jahr 2002. Mit einem relativ kleinen Betrag könnten diese Schäden in kurzer Zeit beseitigt werden.

Niederflurige Fahrzeuge müssen auf der Mühlkreisbahn bleiben

„Verkehr für alle“ ist ein Menschenrecht. Österreich hat 2008 die UN-Konvention für Menschen mit Behinderungen unterzeichnet und diese beinhaltet barrierefreie Mobilität. Barrierefreiheit ist nicht nur für Menschen mit Beeinträchtigung wichtig, sondern auch für Reisende mit Kinderwagen, für das Ein- und Aussteigen mit Gepäckstücken und Fahrrädern und für alte Menschen, die nicht mehr so mobil sind.
„Die letzten Tage haben gezeigt, dass sich Landes-Politiker und Menschen der Region vehement dafür einsetzen,  dass die modernen, niederflurigen und klimatisierten Desiro-Triebwagen weiterhin auf der Mühlkreisbahn verkehren. Die ÖBB haben diesbezüglich ein Konzept zu erarbeiten und eine Garantie abzugeben, dass diese Desiro-Triebwagen auf Dauer des Vertrages auf der Bahnlinie verbleiben“, fordert Sr. Gisela Radinger vom Netzwerk von Christen stellvertretend für alle Betroffenen.

RegioTram ist im Vergleich zur RegioBahn in hohem Maße unrealistisch


Obwohl den Menschen vor der letzten  Landtagswahl die Modernisierung der normalspurigen Mühlkreisbahn und deren Ausbau zum Rückgrat des Öffentlichen Verkehrs im Oberen Mühlviertel versprochen wurde, sind keine Schritte zur Umsetzung gefolgt.
Obwohl vorher bekämpft wurden wiederum Pläne für eine RegioTram entwickelt. In diversen öffentlichen Diskussionen ist diese Planung zu Recht kritisiert und von den Betroffenen abgelehnt worden. 
„Es kann nicht sein, dass man den Willen der Region und das Votum von 11.000 Unterzeichnern der Unterschriftenaktionen ignoriert und uns eine RegioTram aufzwingen möchte, die gravierende Nachteile gegenüber der bestehenden Mühlkreisbahn aufweist“, bringt es Alois Hain, Sprecher der Plattform Zugkunft Mühlkreisbahn auf den Punkt und verweist neben der Problematik der Umspurung auf Schmalspur auf folgende Problembereiche:

·         Zeitliche Umsetzung: während die bestehende Bahn in max. 1 bis 2 Jahren saniert werden kann, ist die RegioTram ohne die 2. Straßenbahnachse und den Neubau /Sanierung der Eisenbahnbrücke nicht lebensfähig und sinnvoll. Für beide Projekte fehlen sowohl die Planungen als auch Finanzierungvereinbarungen. Somit ist eine Realisierung dieser Projekte frühestens in 6 – 8 Jahren realistisch.
Die Planung der RegioTram mit Projektierung, Einreichung, Genehmigungsverfahren, Umweltverträglichkeitsprüfung, Detailplanung, Grundeinlösungen, Finanzierungsvereinbarungen und –vorsorge lässt eine Realisierung in den nächsten beiden oö. Legislaturperioden nicht erwarten.

·        Errichtungskosten: wenn man die für die Errichtung der RegioTram bekanntgegebenen Baukosten von EUR 145 Mio. bis Kleinzell mit den Kosten für die Ertüchtigung der bestehenden Bahnlinie bis Aigen-Schlägl von rd. EUR 40 – 60 Mio. in Relation setzt, dann erkennt man, dass der rd. 3-fache Betrag für die halbe Strecke benötigt wird. Wer übernimmt dann die Verantwortung für ein derartiges Missverhältnis resp. Verschwendung.

·         Etappenlösung - Endpunkt Kleinzell: warum soll die Bahn in Kleinzell enden bzw. bis dorthin rückgebaut werden, wo keinerlei Infrastruktur außer einem Parkplatz besteht, wenn große Teile der bestehenden Bahninfrastruktur voll funktionsfähig sind? Wie soll ein ganztägig vernünftiges Angebot (Taktverkehr in beiden Richtungen) gestaltet werden, wenn es tagsüber keine Zielverkehre nach Kleinzell geben wird. Hohe Kosten der Betriebsabwicklung stehen damit einer geringen Inanspruchnahme gegenüber.
Gut funktionierende Bahnsysteme bedienen eine Fülle von Zielgruppen (Pendler, Schüler, Erledigungsverkehr, Tourismus), um eine bestmögliche Auslastung in beiden Richtungen zu erreichen.
Eine Etappenlösung lehnen wir strikt ab, denn sie bedeutet das voraussichtliche Aus für die Mühlkreisbahn in Rottegg bzw. Kleinzell“, sagt die Plattform ZUGKUNFT Mühlkreisbahn.

·        Abkoppelung der Bezirkshauptstadt Rohrbach und der Tourismusregion Böhmerwald von der Bahn: bei entsprechender Angebotsgestaltung bietet gerade der obere Streckenabschnitt ein hohes Potenzial für die Bahn. Eine erhebliche Anzahl von Auspendlern in den Gemeinden (tlw. über 80%) und hohe Nächtigungszahlen im Herzen der Tourismusregion in Aigen-Schlägl garantieren eine gute Auslastung (s. Anhang).
Zudem kann die Tourismusregion Böhmerwald auf sanfte Art das ganze Jahr über erreicht werden. Gerade im Hinblick auf die im Entstehen begriffene Europaregion Donau-Moldau sollte man die Erschließung der Region mit einer vollwertigen Bahn als Standortvorteil betrachten.

·        Überlassen der Strecke an die Linz AG: so wie sich die Situation derzeit darstellt möchte man die Umspurung auf die Spurweite der Linzer Straßenbahn auch deshalb durchführen, um dann die gesamte Strecke an die Linz AG abzutreten. Es gibt bereits genügend Anhaltspunkte, dass für die Linz AG der Streckenabschnitt oberhalb von Rottenegg uninteressant ist.
Es stellt sich in diesem Zusammenhang die Frage, ob es aufgrund der rechtlichen Rahmenbedingungen überhaupt zulässig ist die Strecke „quasi  unter der Hand“ und ohne Ausschreibung an ein bestimmtes Verkehrsunternehmen zu übertragen.

Maßnahmen umgehend setzen

„Die Attraktivierung der Mühlkreisbahn muss umgehend beginnen. Der Vorteil ist, dass die Baumaßnahmen während des laufenden Betriebs und ohne nennenswerte Einschränkungen für die Nutzer der Bahn  ablaufen können“ erläutern die Vertreter der Plattform Zugkunft Mühlkreisbahn und weiter: „Die Menschen der Region können sich dann sehr rasch von den Vorteilen überzeugen und wieder Vertrauen in die Bahn gewinnen.“

Folgende Maßnahmen können ohne großen finanziellen Aufwand, aber mit sofortiger Verkürzung der Fahrzeit bzw. Betriebsqualität umgesetzt werden:
·         Beseitigung der Langsamfahrstellen
·         Kürzung der Fahrzeitreserven auf ein Minimum
·         Adaptieren des Bezirksverkehrskonzeptes Rohrbach mit deutlicher Schwerpunktsetzung Richtung Bahn
·         Technische Sicherung von Eisenbahnübergängen, die massive Geschwindigkeitseinbrüche bewirken (Beispiel Pürnstein)
·         Umgehender Beginn von Planungen für einen Service- und Reinigungsstandort für die Bahnstrecke
·          Sicherung der normalspurigen Gleisverbindung vom Mühlkreisbahnhof in Richtung Stadthafen (auch als Vorsorge für ein künftiges Schnellbahnsystem für den Zentralraum)
·         Das Anforderungsprofil für die Eisenbahnbrücke Neu muss um die Aufnahme der normalspurigen Verbindung über die Donau ergänzt werden.

Außerdem sind sofort Planungen einschließlich eines verbindlichen Zeitplanes für eine umfassende Modernisierung der gesamten Strecke bis zum Endbahnhof Aigen-Schlägl aufzunehmen.
Die ÖBB hat dabei ihren Verpflichtungen aus dem Verkehrsdienstevertrag v.a. auch bei der Finanzierung von Maßnahmen zur Erhaltung der Qualität nachzukommen!

Mühlkreisbahnhof zur Nahverkehrsdrehscheibe Nord ausbauen

„Natürlich ist es langfristig wünschenswert, dass die Mühlkreisbahn zum Hauptbahnhof geführt wird. Blickt man den Tatsachen ins Auge, ist dies derzeit aber unrealistisch. Es scheint uns daher das Gebot der Stunde und wesentlich klüger, am Mühlkreisbahnhof  eine optimale Umsteigesituation zu schaffen“ erläutert Alois Hain die Situation.

Der Mühlkreisbahnhof muss zu einer funktionierenden Nahverkehrsdrehscheibe mit optimaler Heranführung der Straßenbahn an die Mühlkreisbahn, kurzen Umsteigewegen und Verknüpfung mit allen städtischen und überregionalen Buslinien umgebaut werden.
Wenn man betriebliche Funktionen wie Wartung, Reinigung und Hinterstellung von Fahrzeugen nach Ottensheim, Rottenegg oder andere Bahnhöfe auslagert, dann gewinnt man den notwendigen Platz
in Urfahr.

Später kann auch die 2. Straßenbahnachse dort hingeführt werden, sodass die Reisenden mit kurzen Umsteigewegen in alle Richtungen fahren können – eine optimale Situation:
Eine moderne Regiobahn unmittelbar verknüpft mit den wichtigsten innerstädtischen Verkehren von der Land und Stadt profitieren!

Die „Plattform Zugkunft Mühlkreisbahn“ ist ein Zusammenschluss von 14 Vereinen, Initiativen und Interessenvertretungen und agiert unabhängig und ehrenamtlich. Die Ziele der Plattform sind auf dem dafür eingerichteten Blogspot http://muehlkreisbahn.blogspot.co.at/  verankert. Der Blog verfügt aktuell über 319 Einträge  und 49.250 Aufrufe.

Kontakt: Alois Hain, mobil 0680 142 184 6, hain@hainAG.com


Anhang

Auszug aus der Regionaldatenbank des Landes

(Basis: Regionaldatenbank des Landes auf www.ooe.gv.at )

Die Gemeinden Oepping, Julbach, Kollerschlag, Peilstein und Nebelberg haben zusammen rd. 7.300 Einwohner mit 3.330 Erwerbstätigen, von denen rd. 75% auspendeln (=2.500)
Aigen und Schlägl haben mit den Gemeinden Ulrichsberg, Klaffer und Schwarzenberg gesamt 8.700 Einwohner mit  3.900 Erwerbstätigen, wovon rd. 82% (=3.200) (etwas weniger in Aigen und Ulrichsberg) auspendeln!!

Aigen i.M.  weist die meisten Gästenächtigungen auf, daher ist eine gute öffentliche Anbindung (auch als Investition in die Zukunft der Region) erforderlich.

Gästenächtigungen Aigen + Schlägl: 88.000 pro Jahr
Gästenächtigungen Böhmerwaldregion
(Aigen, Schlägl, Ulrichsberg, Schwarzenberg, Klaffer):
rd. 175.000 pro Jahr!
(Stand 2011)
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PRESSEINFORMATION, 22.09.2013


Plattform ZUGKUNFT Mühlkreisbahn
Unabhängige regionale Initiative für den Erhalt und die Attraktivierung der Mühlkreisbahn

„Pfiffe“ wecken auf!
Jubiläumsbier und Flugblätter unterstützen die Aktivitäten für eine moderne Mühlkreisbahn
Bislang haben mehr als 11.000 Menschen durch ihre Unterschrift eine Modernisierung der Mühlkreisbahn in Normalspur und bis zum Endbahnhof Aigen-Schlägl gefordert. Vor 125 Jahren wurde von weitblickenden Wirtschaftstreibenden und Politikern die Bahn ins Obere Mühlviertel initiiert, jetzt im Jubiläumsjahr sollten die Weichen in Richtung Zukunft der Bahnlinie gestellt werden – und zwar nicht als leistungsschwache Schmalspurbahn, sondern als modernes und in der Region vernetztes Verkehrsmittel, das eine echte Alternative zum PKW bietet.
Flugblätter informieren die Bevölkerung
Vor wenigen Tagen wurde mit der Verteilung von Flugblättern in der Region entlang der Mühlkreisbahn begonnen. Sie sollen Informationen über die Möglichkeiten und Chancen der Bahn beleuchten, aber auch die derzeitigen Planungen kritisch hinterfragen.
„Bei allen Informationsveranstaltungen, die bisher von der Politik in der Region abgehalten wurden, war die Skepsis und Ablehnung des Regiotram-Projektes spürbar. Warum auch sollte viel Geld dafür verschwendet werden, um aus einer Vollbahn eine Schmalspurbahn mit weniger Leistungsfähigkeit, Komfort und Zuverlässigkeit zu machen?“ stellt …… fest. „Mit den Flugblättern wollen wir auf sympathische Art den Menschen die Problematik rund um die derzeit laufenden politischen Diskussionen näher bringen.“
Bislang sind 4 Flugblätter erschienen, weitere werden folgen. Die Flugblätter widmen sich immer einem Thema.
Das Umsteigen in Linz ist nicht das Problem der Menschen
Mit wesentlich geringerem Mitteleinsatz könnte die bestehende Bahn leistungsstark und zukunftsfit gemacht werden – und das sogar unter laufendem Betrieb und nicht, indem die Bahnlinie wegen des Umbaus Monate oder Jahre stillgelegt werden muss.  Da muss man sich dann schon fragen, ob überhaupt der Wille vorhanden ist die Bahn über Rottenegg hinaus am Leben zu erhalten.
Wenn schon politisch damit argumentiert wird, dass die Regiotram eine umsteigfreie Verbindung von der Region in die Stadt ist, dann sollte man sich schon fragen, warum jene Menschen, die oberhalb von Rottenegg oder Kleinzell wohnen, zuerst ins Auto oder In einen Bus gezwungen werden, um  die Bahn zu erreichen. „Wichtiger als eine Straßenbahn, die von der Stadt ins Umland fährt, sind vertaktete Fahrpläne, gute Anschlüsse, regelmäßige Verbindungen auch abends und am Wochenende und Komfort! Das Umsteigen, wenn es tadellos funktioniert, ist das geringste Problem. Das zeigen gut funktionierende Verkehrssysteme weltweit!“, sagt ….
Jubiläumsbier als Botschafter der Mühlkreisbahn
In Zusammenarbeit mit der Stiftsbrauerei Schlägl wird seit kurzem ein Jubiläumsbier vertrieben. Die schön gestalteten Etiketten weisen auf das heurige Jubiläum „125 Jahre Mühlkreisbahn“ hin.
„Wir sind selbst vom positiven Echo, das der Vertrieb des Jubiläumsbiers gebracht hat, überrascht.“ freut sich … „Innerhalb kürzester Zeit konnten bereits … Flaschen abgesetzt werden. Wir können uns vor Anfragen kaum erwehren.“
Die Mühlkreisbahn fährt seit Oktober 1888 von Linz Urfahr nach Aigen-Schlägl. Die „Plattform Zugkunft Mühlkreisbahn“ setzt sich für eine rasche Modernisierung der Bahnlinie ein. Die Forderungen an eine attraktive Mühlkreisbahn wurden mit den 11.000 Unterschriften an LH Dr. Pühringer und Landesrat Ing. Entholzer übergeben und sind auf dem Blog http://muehlkreisbahn.blogspot.co.at/ nachzulesen.

Die „Plattform Zugkunft Mühlkreisbahn“ ist ein Zusammenschluss von 14 Vereinen, Initiativen und Interessenvertretungen  und agiert unabhängig und ehrenamtlich. Die Ziele der Plattform sind auf dem dafür eingerichteten Blogspot http://muehlkreisbahn.blogspot.co.at/  verankert. Der Blog verfügt aktuell über 292 Einträge  und 42.371 Aufrufe.

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PRESSEINFORMATION, 28.08.2013


Plattform ZUGKUNFT Mühlkreisbahn
Unabhängige regionale Initiative für den Erhalt und die Attraktivierung der Mühlkreisbahn


11.000 Unterschriften für eine moderne Mühlkreisbahn

Am kommenden Montag, 2. September 2013, übergeben Vertreter der „Plattform Mühlkreisbahn“ mehr als 11.000 Unterschriften – durchwegs in der Region entlang der Bahnlinie gesammelt – an LH Dr. Pühringer und Verkehrs-Landesrat Ing. Entholzer. Die Unterzeichner schließen sich damit der Forderung nach einer Modernisierung der normalspurigen Mühlkreisbahn auf der gesamten Länge bis zum Bahnhof Aigen-Schlägl an.

Die den Unterschriftenlisten zugrunde liegende Resolution enthält klare Forderungen, nämlich
·         Aufrechterhaltung der Mühlkreisbahn in Normalspur auf der gesamten Länge von Aigen-
Schlägl nach Linz/Hauptbahnhof
·         sofortige Beseitigung der Langsamfahrstellen
·         umgehender Beginn von Planungsarbeiten  unter Ausnützung sämtlicher Möglichkeiten, die geeignet sind, die Fahrzeit merkbar zu verkürzen (rasche, schrittweise Umsetzung von Modernisierungsmaßnahmen)
·         Adaptierung des Bezirks-Verkehrskonzeptes Rohrbach mit einer deutlichen Verlagerung hin zur Schiene (optimale Bus-Schiene-Anschlüsse und Ausbau von park & ride – Anlagen)
·         Verbesserung der Umstiegsituation am Bahnhof Urfahr als ersten Schritt einer späteren Weiterführung der Mühlkreisbahn zum Hauptbahnhof (Normalspur)

„Unser Bestreben geht vor allem dahin, dass die jahrelange Diskussion ein Ende haben muss und mit der Modernisierung der Bahn umgehend begonnen wird“, betont Alois Hain, Sprecher der Plattform Zugkunft Mühlkreisbahn. Schließlich geht es darum, dass das verwendete Steuergeld in einem wirtschaftlich vertretbaren Rahmen verwendet wird und die Einwohner nördlich von Rottenegg eine leistungsfähige und zeitgemäße Schienenverbindung erhalten. Eine Regiotram auf exotischer Schmalspur mit weniger Kapazitäten, aber wesentlich höheren Errichtungskosten ist jedenfalls keine zukunftsfähige Lösung.

Die Tourismusregion Böhmerwald mit den einwohnerstarken Gemeinden und wachsenden Nächtigungszahlen dürfen nicht vom Schienennetz abgekoppelt werden. Diesen Forderungen schließt sich auch der Abt des Stiftes Schlägl Martin Felhofer an: „11.000 Unterschriften sind ein starkes Votum der Bevölkerung für ihre Bahn. Dem muss auch bei den kommenden Entscheidungen Rechnung getragen werden.“

Die „Plattform Zugkunft Mühlkreisbahn“ ist ein Zusammenschluss von 14 Vereinen, Initiativen und Interessenvertretungen  und agiert unabhängig und ehrenamtlich. Die Ziele der Plattform sind auf dem dafür eingerichteten Blogspot http://muehlkreisbahn.blogspot.co.at/  verankert. Der Blog verfügt aktuell übe 292 Einträge  und 42.371 Aufrufe.

Plattform Zugkunft Mühlkreisbahn
Netzwerk von Christen zur Unterstützung der GMPI; ZUGKUNFT Mühlkreisbahn; Verein FAHRGAST; KLIMASCHUTZ-Initiative; sunnseitn Kulturentwicklung; Österreichische Naturschutzjugend; Österreichischer Naturschutzbund; Naturschutzbund Mühlviertel West; Alpenverein Landesgruppe OÖ; Energiezukunft Mühlviertel; Interessengemeinschaft Böhmerwald; önj Landesgruppe Oberösterreich; önj Haslach; Grünes Herz Europas – Nationalparkregion Donau-Moldau.

Kontakt
Alois Hain
mobil 0680 1421846   

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PRESSEAUSSENDUNG, 30.04.2013


Netzwerk von Christen
zur Unterstützung der Global Marshall Plan Initiative

Starkes Votum für die Mühlkreisbahn

Das „Netzwerk von Christen zur Unterstützung der Global Marshall PlanInitiative“ hat es sich zur Aufgabe gemacht für eine rasche Modernisierung der Mühlkreisbahn in Vollspur und auf der gesamten Länge einzutreten. Auf Basis des „Bewahrens der Schöpfung“ als eines der Kernanliegen christlichen Glaubens geschieht dies aus Verantwortung den kommenden Generationen und der Umwelt gegenüber.

Rund 100 Menschen, unter ihnen der Abt des Stiftes Schlägl, regionale Abgeordnete und Bürgermeister haben am  29.April 2013 bei einer Informationsveranstaltung im Pfarrsaal von Rohrbach i.M. ihr klares Bekenntnis zur Mühlkreisbahn abgegeben.

In ihren Referaten haben drei Fachexperten die Bedeutung der Mühlkreisbahn für die gesamte Region aus unterschiedlichen Perspektiven erläutert.

Trendumkehr beim Verkehr ist ein Gebot der Stunde

Heinrich Höbarth, Klimaschutz-Initiative, verwies darauf, dass der Verkehr jener Bereich ist, wo die Trendumkehr in Richtung Klimaschutz am dringendsten erforderlich ist. Dem öffentlichen Verkehr, hier speziell der Mühlkreisbahn, kommt dabei eine wichtige Aufgabe zu. Für eine Verkehrsverlagerung von der Straße zur Schiene eignet sich die Normalspur aus Kapazitäts- und Komfortgründen wesentlich besser.

Vernetztes Denken ist erforderlich

„Öffentlicher Verkehr benötigt vernetztes Denken“ bringt es der Verkehrsexperte DI Robert Struger auf den Punkt und fordert die Politik auf rasch eine sinnvolle Modernisierung der bestehenden Bahnlinie einzuleiten. Es ist notwendig Visionen für den ÖV zu entwickeln, von denen Berufsverkehr, Wirtschaft und Tourismus profitieren.

Ilztalbahn als Vorbild

Der Geschäftsführer der Ilztalbahn, Prof. Dr. Thomas Schempf, hat eindrucksvoll dargestellt, wie mit Hilfe der Bevölkerung die Politik überzeugt werden konnte eine schon aufgegebene Bahnlinie neu zu beleben und innerhalb kürzester Zeit zum Erfolg zu führen. Dies ist umso bedeutender, als die Ilztalbahn von den Anlagenverhältnissen und der Bedeutung für die Region und den Tourismus durchaus mit der Mühlkreisbahn vergleichbar ist. Insbesondere die Verknüpfung der Bahnlinien im Dreiländereck Mühlviertel – Bayrischer Wald – Böhmerwald durch ergänzende Busverkehre wird der im Entstehen begriffenen Europaregion Donau-Moldau wesentliche wirtschaftliche und touristische Impulse bringen.

Die Menschen wollen eine leistungsfähige Bahn

Die zahlreichen Wortmeldungen bestätigten die Initiatoren der Veranstaltung. Auf einen gemeinsamen Nenner gebracht wird unisono der Ausbau der Mühlkreisbahn auf Basis einer leistungsfähigen normalspurigen Bahn mit Wiederaufnahme des Güterverkehrs gefordert. An der Politik wird insofern Kritik geübt, dass den Menschen ein Projekt aufgezwungen wird, dass keinerlei Innovationen und Zukunftsaussichten beinhaltet und den touristischen Aspekt vollkommen außer Acht lässt.
„ Wir werden uns weiterhin für den wirtschaftlich und regionalpolitisch wichtigen Ausbau der bestehenden Mühlkreisbahn einsetzen. Das wollen die Menschen im Oberen Mühlviertel  und das deckt sich auch mit den Zielen des Netzwerkes von Christen“, sagt Sr. Gisela Radinger.

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PRESSEINFORMATION, 17.04.2013


Statement DI Robert Struger

Schienen für die Zukunft – aber nicht auf schmaler Spur
Modernisierung der Mühlkreisbahn als erster Schritt für eine S-Bahn

Die jahrelangen Diskussionen rund um das Thema Mühlkreisbahn sind symptomatisch dafür, dass in der oö. Politik dem Ausbau des Öffentlichen Verkehrs, insbesondere dem des Schienenverkehrs keinerlei Priorität zugemessen wird.

Es ist zwar allen bewusst, dass der tägliche Stau an der Stadteinfahrt der B 127 gelöst werden muss und der Mühlkreisbahn in diesem Bereich eine wesentliche Rolle zukommt, aber von einer sinnvollen Lösung der Problematik ist man weit entfernt.

Investition in die Mühlkreisbahn ist Investition in die Zukunft

Die Menschen im  Bezirk Rohrbach brauchen eine moderne Bahnverbindung als Rückgrat des öffentlichen Verkehrs. Denn die ständig ansteigenden Benzinkosten sowie die Verantwortung den kommenden Generationen und der Umwelt gegenüber erfordern ein rasches Handeln.
Nicht so schnell wie möglich, sondern so schnell wie notwendig muss die Devise lauten. Denn der Ausbau der Bahn muss mit vertretbarem Mitteleinsatz den größten Nutzen für die Kunden bringen!

Die Anforderungen an eine attraktive Mühlkreisbahn müssen daher lauten:
die Region braucht eine
- moderne
- mit vertretbaren Mitteln beschleunigte
- und für die Zukunft gesicherte Mühlkreisbahn in der gesamten Länge
die
-  für die Menschen auf  dem Weg zu ihren Arbeitsstätten und Schulen deutlich attraktiver ist,
- den Anforderungen der Tourismusregion gerecht wird
- und in Zukunft wieder einen Güterverkehr ermöglicht.
Notwendig ist weiters eine wesentliche Verbesserung der Verknüpfung mit den innerstädtischen Verkehrsmitteln in Linz
- kurzfristig: durch eine deutliche Verbesserung der Umsteigesituation in Urfahr
- langfristig: durch Einbindung der Bahn in den Linzer Hauptbahnhof als wesentlicher
  Bestandteil eines Schnellbahnsystems für den oö. Zentralraum
- jedoch keinesfalls durch Angleichung an die Spurweite der Linzer Straßenbahn

 Zwingend erforderlich ist eine komplette Neubetrachtung des Verkehrskonzeptes Rohrbach mit folgenden Zielen:
- modernisierte und leistungsfähige Mühlkreisbahn als Rückgrat des ÖV im Bezirk
- Busse bilden Zubringer zur Bahn: Bahn-Busknoten (z.B. Aigen i.M., Oepping, Kleinzell,
  Rottenegg)
- Umwandlung von Bus-Parallelverkehren in Zubringer / Verteiler zur / von der Schiene
- Ausbau von park&ride- Anlagen
- behindertengerechter Umbau von Bahnhöfen und Haltestellen
- durchgehende Taktverkehre, auch in den Tagesrandzeiten

Regio-Tram: hohe Kosten – wenig Nutzen

Die in den letzten Jahren ins Gespräch gebrachte Regio-Tram  ist keinesfalls geeignet den erhofften Erfolg zu bringen – nämlich die notwendige Verlagerung des Individualverkehrs auf den Öffentlichen Verkehr! 
Warum soll eine Schmalspurbahn mit geringerer Leistungsfähigkeit und mit weniger Komfort mehr Fahrgäste zum ÖV bringen?
Während auf der ganzen Welt Schmalspurbahnen als Auslauf-Modell gehandelt werden, will man im Zentralraum Linz genau den entgegengesetzten Weg gehen und dafür auch noch viel Geld in die Hand nehmen.

è Anhang: Zahlreiche Gründe sprechen gegen die Regio-Tram

Vernetztes Denken erforderlich

Der Bezirk Rohrbach mit seinen starken Pendlerströmen nach Linz birgt ausreichend Potenzial für eine Modernisierung der Mühlkreisbahn. 
Der Böhmerwald ist zudem das touristische Potenzial des Oberen Mühlviertels und die Bahn führt ins Herz des Böhmerwaldes.
Alle erfolgreichen Bahnen nutzen Synergien mit dem Tourismus, um zusätzliche Kundenschichten anzusprechen: Wander- und Radtourismus, Mountainbikerouten und das schi- und Langlaufzentrum Böhmerwald, alles noch dazu grenzüberschreitend, bieten Möglichkeiten wie in kaum einer anderen Region.
Holz ist das bevorzugte Wirtschaftsgut der Region und bildete einst die Grundlage für den Bau der Bahn.  Die Möglichkeit den Güterverkehr wieder zu aktivieren ist ein Gebot der Stunde.

Öffentlicher Verkehr erfordert vernetztes Denken:
Pendler, Schüler, Tourismus und Wirtschaft tragen zum Erfolg bei, ebenso wie die effektive Verknüpfung Schiene mit Bus und Individualverkehr.
Nicht Schiene oder Straße, Bahn oder Bus, Stadt oder Land, rot oder schwarz  … sind die Parameter, der Erfolg liegt in der Vernetzung der einzelnen Komponenten. Das ist die Hausaufgabe in der Verkehrspolitik!

Zentralraum Linz braucht ein Schnellbahn-System

Der Zentralraum Linz ist die einzige Region Österreichs ohne funktionierendes Schnellbahnsystem. Nicht Straßenbahnen, die über das Zentrum hinaus verlängert werden, sind zielführend.

Es braucht weit in die Region hinaus reichende Schnellbahnen - auf der Basis bestehender Bahnlinien -  die die Menschen möglichst nahe am Wohnort abholen. Park&ride-Anlagen, Taktverkehre und Shuttlebussysteme als Zubringer bieten Anreiz zum Umsteigen.

Best Practice – Lösungen findet man praktisch vor der Haustüre: Salzburg und Graz zeigen vor, wie man ein solches System erfolgreich aufbaut. (Im Regionalbahnbereich gelten die Vinschgerbahn (Südtirol), Montafoner Bahn oder Salzburger Lokalbahn als Vorzeigebetriebe).

Die Mühlkreisbahn in Normalspur und eingebunden in den Linzer Hauptbahnhof ist ein wesentlicher Bestandteil eines derartigen S-Bahn-Systems.

Die Politik ist gefordert rasch und ohne Verzögerung die entsprechenden Weichenstellungen vorzunehmen.


DI Robert Struger
robert.struger@liwest.at
Tel. 0664 2059 506


Anhang:
Zahlreiche Gründe sprechen gegen die Regio-Tram

1. Warum soll man eine nahezu 60 km lange Bahn (selbst bis Rottenegg sind es 13 km und bis Kleinzell / Neufelden rd. 30 km) umspuren, wenn der Anteil des Stadtabschnittes nur rd. 6 km beträgt

2. Wenn der politische Wille, der ja klar artikuliert wurde, ist, dass mehr Leute von der Straße auf die Schiene umsteigen sollen (die Rede ist von einem Anteil von 30% der Gesamtmobilität), warum geschieht dies mit kleineren Fahrzeugen. 

3. Die Multifunktionalität der Fahrzeuge bzw. des Systems gehen verloren, da wesentlich weniger Platz in den Fahrzeugen zur Verfügung steht. Die Mitnahme von Gepäckstücken oder Rädern wird nicht nur zum Problem, sondern nicht mehr möglich und der Einbau eines behindertengerechten WC’s – immerhin beträgt die Fahrzeit im Extremfall 1 Stunde – ist schier unmöglich.

4. Die Stabilität der Fahrzeuge aufgrund der geringeren Aufstandsfläche (bedingt durch die schmälere Spur) und den relativ hohen Schwerpunkt der Fahrzeuge  stellt bei seitlichem Aufprall – Unfall an Eisenbahnkreuzungen – ein wesentlich höheres Sicherheitsrisiko dar.

5. Die laufende Erhaltung der Überlandstrecke stellt an den Fuhrpark gänzlich andere Anforderungen als sie bei der Stadtstrecke notwendig sind. Streckenerhaltung, Winterdienst erfordern Sonderfahrzeuge, die extra zu beschaffen sind und sich natürlich negativ auf die laufenden Betriebskosten auswirken, da keinerlei Synergien mit anderen Bahnen genutzt werden können. Zudem stellt der Winter im Oberen Mühlviertel wesentlich größere Herausforderungen an den Betrieb dar als dies in anderen Landesteilen normal ist.

6. Überhaupt ist die Beschaffung des Fuhrparks, also der Triebwagen für den Personenverkehr, im Vergleich zu üblichen und erprobten Triebwagen wesentlich teurer, da  sie aufgrund der exotischen Linzer Spurweite nur in geringer Stückzahl hergestellt werden.

7. Der Oberbau (Gleise) der Strecke wurden in den vergangenen Jahren in weiten Bereichen erneuert (z.B. gesamter Abschnitt von Haslach bis Aigen-Schlägl), zahlreiche Eisenbahnkreuzungen wurden technisch gesichert – alles Investitionen, die im Falle der Regio-Tram vernichtet werden. Die Frage stellt sich: wer trägt die Verantwortung, dass mit Steuergeld derart fahrlässig umgegangen wird.

8. Für die zukunftsorientierte Sanierung der bestehenden Mühlkreisbahn benötigt man weniger als die Hälfte jener Mittel, die für eine Umspurung und Errichtung der Regio-Tram erforderlich werden. Und die für die Errichtung der Regio-Tram errechneten Baukosten betreffen lediglich den Abschnitt bis Kleinzell!


Vergleich                    Mühlkreisbahn             Linzer Straßenbahn               Anmerkung
Fahrzeug                      Desiro                           Cityrunner
Spurweite                     Vollspur (1.435 mm)       Schmalspur (900 mm)               -  535 mm
Wagenbreite                 2.830 mm                      2.300 mm                                 -  530 mm
Anzahl Sitzplätze        118                               68                                            - 50
Länge Fahrzeug            41,7 m                          40,0 m                                      nahezu gleich

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PRESSEINFORMATION, 17.04.2013


Statement Alois Dunzinger, Mitglied der Koordinationsgruppe „Netzwerk von Christen“, 
Leiter das AK Schöpfungsverantwortung im PGR Ottensheim:

Wichtig ist die Einbindung der MKB zum Hauptbahnhof und damit auch die Erschließung des Industrieviertels in Linz, in dessen Betrieben viele Mühlviertler arbeiten und denen ein mehrmaliges Umsteigen nicht zugemutet werden kann. Eine zusätzliche Erschwernis ist derzeit die Tatsache, dass ein Benützer der MKB nach dem Verlassen des Bahnhofes bis zu 10 Minuten auf den Straßenbahnan-schluss warten muss, weil diese nicht mit bedarfsgerechten Intervallen fährt!
Die MKB darf nicht zum Spielball oder gar zum Faustpfand der Farbpolitik werden; es ist höchste Zeit, dass die Stadt Linz wie auch das Land OÖ den Öffentlichen Verkehr mehr fördern als den Individualverkehr, d. h. mehr Geld für den Ausbau der Bahn als für den (bereits erfolgten) Ausbau der Straße.

Alois Dunzinger



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PRESSEINFORMATION, 17.04.2013


Statement Mag. Reinhold Felhofer

Presseerklärung zum Erhalt und Ausbau der Mühlkreisbahn




1) Geboren in der Gemeinde Schlägl war mir die Mühlkreisbahn von klein auf vertraut. Früher habe ich sie gern und oft genutzt. Insbesondere meine Behinderung macht jetzt eine Nutzung schwieriger. Dennoch habe ich sie lieb und fahre weiter gern mit ihr.



2) Es gibt viele - potentielle- Nutzer der Bahn im oberen Mühlviertel, einer modernisierten Bahn. Die Gemeinden Aigen - Schlägl haben gemeinsam 3.300 Einwohner, mit Ulrichsberg dazu ca. 6.300. Dazu kommen die vielen Urlauber: in der Ferienregion Böhmerwald waren es in der Saison 2011/2012 an die 65.000 Urlauber: also 65.000 Menschen sind an- und abgereist. Davon verbrachten knapp 30.000 die Nächtigung in den Gemeinden Aigen und Schlägl. Für die Tourismuswirtschaft der Region Böhmerwald ist der Erhalt und die Modernisierung, sowie der Anschluss an den Hauptbahnhof für die künftige Entwicklung enorm wichtig.



3) Das ist der ein (auch biographischer ) Grund für mein Eintreten für eine modernisierte Mühlkreisbahn in Normalspur; für eine Modernisierung auf der gesamten Länge von Aigen-Schlägl bis Linz Hbf. Der andere Grund meines Engagements ist das Netzwerk von Christen zur Unterstützung der Global Marshall Plan Initiative. Diesem Netzwerk gehöre ich an. Es hat eine friedvollere und gerechtere Welt als Ziel vor Augen. Dafür braucht es einen Wandel.



5) Gemeinsam mit Papst Franziskus in der Nachfolge Christi ist die Option für die Armen und Benachteiligten der Welt als vorrangig zu sehen entgegen einem schrankenlosen, ungezügelten kapitalistischen Agierens des immer „Mehr-haben-wollens oder „Mehr-haben-müssens“. Das schließt den Schutz der Umwelt genauso mit ein wie den Schutz der Schwächeren und Ärmeren(z.B. Menschen, die kein Auto kaufen können oder nicht Autofahren können) unserer Gesellschaft.



6) Das Netzwerk ist eine Aktionsgemeinschaft mit ökosozialer Ausrichtung. In diesem Fall haben wir uns im Eintreten für die Modernisierung der Mühlkreisbahn für den Schutz und die Sicherung eines guten öffentlichen Verkehrsnetzes ins obere Mühlviertel (und nicht nur im Zentralraum) in der gesamten Länge bis Aigen-Schlägl entschieden.



7) Christlich gesprochen will das Reich Gottes unter uns schon jetzt anbrechen. Da dürfen die Schwächeren unserer Gesellschaft nicht unter die Räder kommen. Dazu braucht es unsere Hände, unsere Füße und unsere Stimme. Aus sozialen und umweltverträglichen Gründen müssen wir mehr und mehr von einer „Haben- oder Besitzmentälität“ zu einer „Solidargemeinschaft“ werden. Da ist  von uns jetzt ein entschiedenes Eintreten für eine modernisierte Mühlkreisbahn gefordert.



Mag. Reinhold Felhofer